Mercedes benz museum stuttgart untertuerkheim Teaser
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Dees GmbH raumdeesign

Mercedes-Benz Museum in Stuttgart-Untertürkheim

Bodenbelag: Teppichboden und Linoleum
Verlegte Fläche: ca. 1.500 qm
In Zusammenarbeit mit:

Historische Automobile in moderner Architektur

Im neuen Mercedes-Benz Museum, Stuttgart-Untertürkheim, das am 20. Mai 2006 eröffnete, werden 120 Jahre Automobilgeschichte präsentiert. Nicht nur die Exponate selbst, sondern auch das Gebäude und seine Architektur beeindrucken. Von außen wirkt das 47,5 Meter hohe Museum als wäre es dreigeschossig. Innen jedoch erstreckt es sich über neun Ebenen, angeordnet in Form einer Doppelhelix, deren zwei doppelläufige Spiralen um ein dreieckiges Atrium rotieren. Dies ermöglicht zwei verschiedene, spiralförmige Rundgänge durch die 17.500 Quadratmeter umfassende Ausstellungsfläche.

Es gibt kaum einen rechten Winkel im ganzen Gebäude. Kein Wunder, dass sich die Boden- und Parkettleger während der Bauphase einiges einfallen lassen mussten. Von Terrazzobelag über Teppichboden und Linoleum bis zu Hochkantlamellen-Parkett und Hirnholz-Pflaster reicht das Spektrum der eingesetzten Bodenbeläge. Raumdeesign Dees zeichnete für das Einbringen des Teppichbodens und des Linoleums verantwortlich. Dank der Hilfe ihres Werkstoffpartners Uzin konnten die “Raumdeesigner” auf jede Fragestellung mit dem richtigen Produkt antworten.

Dees-Bauleiter Karl-Heinz Ratz spricht im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben von einer “anspruchsvollen Geometrie”, gemeint sind beispielsweise sich verbreiternde und gleichzeitig im Bogen verlaufende Flure, verwinkelte Zimmer oder auch die durch die “Mythosräume” nach unten führenden Besucherrampen. Dort werden chronologisch die Höhepunkte der Mercedes-Unternehmensgeschichte gezeigt.

Hohe Anforderungen bei der Bodenbelagsverlegung

Bevor jedoch eröffnet werden konnte, mussten die Bodenleger einige bautechnische Hürden überwinden. “Sie mussten so akkurat arbeiten wie nur vorstellbar”, erzählte Karl-Heinz Ratz. Da kein Raum rechteckig ist, ergaben sich beispielsweise widersprechende Laufrichtungen in den Übergängen des Teppichbodens (Woolrips von Anker). Speziell für die hier anzuarbeitenden Bahnen war ein Klebstoff notwendig, der mit einer sehr guten Anfangshaftung und einer hohen Endfestigkeit aufwarten kann. Deshalb kam der Dispersionsklebstoff UZ 57 Ökoline zum Einsatz. Er vereint als Nassklebstoff gutes Anzugsvermögen und hohe Endfestigkeit und verfügt über ein ausgezeichnetes Fadenbild.

In einigen Flurbereichen musste die Bahnenrichtung des Teppichbodens schräg zum Raum und zum Teil sogar durch Flurtüren hindurch verlaufen. Die Wandrundungen machten diese Laufrichtung nötig. Ebenso wie die Verlegung selbst waren auch die Wandanschnitte extrem aufwändig. Im Unterschied zu einer herkömmlichen Sockelleiste überdeckt die ausgewählte, nur zwei Millimeter breite Aluminiumleiste nahezu nichts. Also musste jeder Schnitt penibel durchgeführt werden.

Verlegewerkstoffe und Methoden

Zunächst verharzten die Bodenleger die vorhandenen Estrichrisse kraftschlüssig mit dem dünnflüssigen Vielzweck-Acrylatharz KR 416 sowie eingelegten Estrichklammern und sandeten sie dann ab. Nachdem der Zementestrich angeschliffen und abgefegt war, wurde die Universalgrundierung PE 360 auf dem saugfähigen Untergrund als Haftbrücke mit einer feinporigen Schaumstoffwalze aufgetragen. Etwa zwei bis vier Stunden später spachtelten die Verarbeiter den Boden mit der selbstverlaufenden, hochfesten Nivelliermasse NC 170 Ökoline. Für Ausbesserungsarbeiten im Untergrund bedienten sie sich der standfesten Glättmasse NC 182. Auf den so vorbereiteten getrockneten Flächen klebten die Bodenleger den Woolrips von Anker mit dem haftstarken Textilbelagsklebstoff UZ 57 und das DLW-Linoleum mit dem speziell für strammere Linoleumarten geeigneten Linoklebstoff LE 44. Die leitfähigen Textil- und Linoleumbeläge schließlich klebten sie mit dem faserleitfähigen Dispersionsklebstoff UZ 57 L. Alle drei Kleber stammen aus der Uzin Öko-line-Reihe und sind nach Emicode EC 1 als sehr emissionsarme Klebstoffe eingestuft.

Der zuständige Projektleiter von Mercedes für das Museum, Friedrich Knittelberger, war ebenso wie Architekt Christoph Krimm vom bauleitenden Büro Wenzel + Wenzel nach Abschluss der Bodenarbeiten voll des Lobes für die Verarbeiter. Wohl wissend, dass auf den letzten Gewerken am Bau immer der größte Druck lastet. “Als letzte bringen die Maler und Bodenleger den Schliff rein”, so Krimm.

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