Unterkonstruktion und Estrich
Estriche kommen im Bauwesen fast überall zum Einsatz: im Wohnungs- und Objektbereich, in Industrie und Gewerbe, bei Balkonen, Terrassen oder Tiefgaragen. Sie unterliegen je nach Einsatzort speziellen Anforderungen. Unterschieden werden sie nach der Art des verwendeten Bindemittels, nach Einbauweise, Konstruktion oder nach der Nutzung. Estriche dienen als lastverteilende Schicht zur Aufnahme des Bodenbelags und gewährleisten eine Aufnahme der im Raum vorhandenen Verkehrslasten. Sie sorgen für ausreichenden Feuchteschutz zum Beispiel gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich sowie für geeigneten Wärme- und Trittschallschutz.

Bei der Ausführung von Estricharbeiten ist wichtig, dass bereits der Untergrund für einzubringende Fußbodenkonstruktionen bestimmten Anforderungen genügt: Unabdingbar sind eine ebene Fläche ohne Risse, Grate, Kanten oder ähnliche Unregelmäßigkeiten.

Ausgleichs- oder Glätteschichten in Form von Schüttungen oder Ausgleichestrich im Verbund schaffen Abhilfe. Alle Estrichschichten müssen abschließend eine ebene Oberfläche (in der Regel gemäß DIN 18202) sowie eine Gleichmäßigkeit in Bezug auf Dicke, Rohdichte und mechanische Eigenschaften aufweisen. Die Oberflächenfestigkeit des Estrichs muss ihrem Zweck entsprechen. Hauptbestandteil des Estrichs sind Bindemittel, außerdem sind Stoffe wie Zuschlag, Zugabewasser, Zusatzstoffe und Zusatzmittel enthalten.
Zementestrich
 
Calciumsulfatestrich
 
Magnesiaestrich
 
Gussasphaltestrich
 
Kunstharzestrich
 
Schwimmender Estrich
 
Verbundestrich
 
Estrich auf Trennschicht